MindE Monk
MindE Monk ist ein Synthesizer fuer gesungene, gesprochene und geraeuschhafte Stimmklaenge. Statt Wellenformen zu mischen, baut Monk eine Stimme so auf, wie eine echte entsteht: eine Glottis erzeugt den Anregungsimpuls, eine Formantbank formt daraus einen Vokal, Atem und Ansatzgeraeusch kommen vor der Bank dazu, und eine Huellkurve gibt dem Ganzen einen Koerper. Das Ergebnis reicht vom tiefen tibetanischen Kehlgesang ueber Chorknaben-Vokale bis zu fluesternden, kaum noch tonalen Texturen.
Dazu kommt eine zweite, gleichberechtigte Klangquelle: ein Sampler fuer eigene Gesangsaufnahmen. Monk laedt Vokale, Silben oder ganze Phrasen und spielt sie entweder klassisch transponiert oder pitch-synchron ab - bei letzterem bleibt die Vokalfarbe stehen, waehrend sich nur die Tonhoehe bewegt. Beide Quellen lassen sich stufenlos ueberblenden, sodass ein eigener Take unter dem synthetischen Moench liegen kann oder umgekehrt.
ZWEI KLANGQUELLEN, EIN INSTRUMENT
Der SOURCE-Schalter entscheidet, was Monk spielt:
- Synth: die interne Stimmmodellierung
- Sample: die geladene Aufnahme
- Layer Blend: beides gleichzeitig, mit BLEND als Mischverhaeltnis
Beide Quellen durchlaufen denselben Signalweg - Formantbank, Karma-Saettigung, Echo, Shrine-Hall - und teilen sich Huellkurve, Vibrato, Glide und die Bewegungssteuerung. Ein importiertes Vokal wird dadurch nicht einfach abgespielt, sondern gespielt: mit Anschlagdynamik, Portamento, Vibrato und Vokal-Morphing wie jede andere Note auch.
DAS VOKAL-PAD
Im Zentrum der Oberflaeche liegt ein zweidimensionales Vokalfeld:
- X morpht durch die Vokalreihe U - O - A - E - I
- Y morpht von einer geschlossenen zu einer offenen Artikulation
Das ist kein Regler mit aufgesetzter Helligkeitskontrolle, sondern eine echte Flaeche: fuer jede Position werden vier Formantfrequenzen aus zwei Tabellen interpoliert. Ein Zug diagonal ueber das Pad klingt deshalb wie ein Mund, der sich oeffnet und die Vokalstellung wechselt, nicht wie ein Filtersweep.
Dasselbe Pad zeigt die Wellenform eines geladenen Samples und nimmt Audiodateien per Drag and Drop entgegen. Die beiden Loop-Marker lassen sich direkt in der Wellenform verschieben, waehrend der Ton laeuft.
MOTION: BEWEGUNG MIT VIER REGLERN
Ein Chor steht nie still. Die MOTION-Engine bewegt das Vokalfeld und mehrere Nebenziele automatisch weiter - mit bewusst wenigen, dafuer wirksamen Reglern
Und ueber allem sitzt ein animierter Moench, der auf das reagiert, was gerade klingt.
Grundidee kam von dem uralten, aber super spannenden VST Syynth: Delay Lama VST (AudioNerdz, 2004), der leider dann nicht mehr weiterentwickelt wurde.
Die vollständige Produktbeschreibung findet sich wieder im Google Drive Ordner mit dem .vst3 File.